Selbstbeteiligung in einer privaten Krankenversicherung

Das Angebot der privaten Krankenversicherungen ist schon lockend: Die Beiträge sinken, wenn eine Selbstbeteiligung – in der Fachsprache auch als Eigenbeteiligung oder Selbstbehalt bezeichnet – vereinbart wird (siehe auch http://www.wissen-private-krankenversicherung.de/selbstbeteiligung-eigenanteil ). In diesem Fall muss der Versicherte im Krankheitsfall einen Teil der Kosten selbst übernehmen. Wie dies funktioniert, erklären wir Ihnen nachfolgend:

 

Diese Arten einer Selbstbeteiligung gibt es

Eine Selbstbeteiligung kann auf verschiedene Arten abgeschlossen werden. Sie können einen Betrag festlegen, den Sie für ein Kalenderjahr übernehmen. Diese Eigenbeteiligung kann sich auf den kompletten Tarif beziehen oder nur auf einzelne Bereiche. Wenn Sie beispielsweise wissen, dass Sie selten zu einer Fachrichtung von Ärzten müssen, dann können Sie die Eigenleistung auf diesen Bereich begrenzen. So gehen Sie kaum das Risiko ein, tatsächlich die Selbstbeteiligung übernehmen zu müssen.

Es gibt noch die Variante, dass Sie sich prozentual an den Krankheitskosten beteiligen. Diese Möglichkeit bietet Ihnen keinerlei Sicherheit, wie hoch die Kosten pro Jahr ausfallen. Gehen Sie nicht zum Arzt, haben Sie gar keine Kosten. Müssen Sie beispielsweise ins Krankenhaus, so sammelt sich eine ziemlich hohe Summe an.

Günstige Beiträge durch eine Selbstbeteiligung

Selbstverständlich belohnen die privaten Krankenversicherungen ihre Versicherten, wenn diese eine Eigenbeteiligung vereinbaren. Ihre eigene Kostenersparnis geben sie an den Versicherten weiter. Zusätzlich geben viele Versicherte bei einem Tarif mit Selbstbehalt kleine Arztrechnungen gar nicht mehr ab. Den Grund hierfür kennt niemand, aber die Statistik behauptet dies.

 

Was Sie beim Selbstbehalt beachten sollten

Arbeitnehmer sollten genau kalkulieren, ob sich ein Selbstbehalt lohnt. Der Arbeitgeber zahlt einen Zuschuss zu den Versicherungsbeiträgen, diese betragen entweder 50 % der Beiträge oder 7,3 % vom Bruttogehalt. Wenn Sie nun einen günstigeren Krankenkassenbeitrag zahlen, dann wird auch der Zuschuss geringer. Hinzu kommt, dass Krankheitskosten nicht immer bei den außergewöhnlichen Belastungen bei der Einkommenssteuererklärung angesetzt werden können.

Bevor Sie sich für einen Tarif mit Selbstbehalt entscheiden, sollten Sie kalkulieren, wie hoch die Beitragsersparnis ist. Setzen Sie diese Ersparnis ins Verhältnis zum Selbstbehalt. Schon wissen Sie, ob sich dieser Tarif lohnt. Wie schon gesagt, funktioniert dies bei einer prozentualen Beteiligung nicht. Sie wissen ja nie, wie oft Sie zum Arzt müssen und wie hoch dann die Kosten sind.

 

Unser Tipp: Vergleichen Sie immer alle Angebote mit einem PKV Rechner z.B. über PKVRechnerAnonym.de. So erhalten Sie vor Abschluss einer Versicherung wichtige Informationen. Denken Sie daran, dass Sie eine einmal gewählte Selbstbeteiligung nur nach oben korrigieren können. Das bedeutet, Sie können Ihren Selbstbehalt leider nicht verringern. Sollten Sie mal einen finanziellen Engpass haben, könnte dies zu Problemen führen.